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1. Grischa Cup am Countryfestival in Maienfeld
Von: wildhorseUnser erstes Teampenning mit Wild-West Romantik gepaart...
Durch Zufall wurde ich auf diesen Anlass aufmerksam, denn Maienfeld liegt für einen "Plausch"-Anlass nicht gerade um die Ecke. Das Team Lollipop von Andrea und Thomas hatte noch einen Platz frei und da Juan auch mitkommen wollte, fand ich das eine super Gelegenheit, Cause wieder Rinderluft schnuppern zu lassen und unser 1. Teampenning unter die Hufe zu nehmen...
Als wir am Samstag nach knapp 3h Fahrzeit ankamen, wollten wir erst einmal Cause versorgen. die Paddocks - darunter verstehe ich ein Viereckiges Boxenähnliches Freiluftviereck - entpuppten sich als 2 riesengrosse Weiden. Zu allem überfluss auch noch 300m den Berg hinauf ohne wirkliche Möglichkeit den Hänger zu wenden. Ein Glück habe ich 2 Wochen vorher in weiser Voraussicht ein Roflex System erstanden und so konnte Cause seine Privatsphäre trotzdem haben, die Regendecke hielt ihn warm und trocken - mit wildfremden Pferden hätte ich Ihn nicht zusammenstellen wollen...
Als wir dann die Pferde entladen und es irgendwie geschafft hatten die 4 Gespanne zu wenden, fuhren wir die 300m nach unten zum Militärmuseum und parkten mangels Zeit (das 1. Briefing stand an) unsere Fahrzeuge einfach mal vor dem Museum. Da sich auf Nachfrage Niemand an den Hänger störte, liessen wir sie auch für die Nacht stehen. So hatten wir wenigstens trotz immer wieder einsetzenden Regengüssen, etwas trockenen Grund und mussten uns keine Sorgen machen, wie wir die Fahrzeuge am anderen Tag aus dem Schlamm ziehen müssten...
Das Briefing entpuppte sich als erstes Highlight: wir wurden ins Militärmuseum - das die Geschichte des Schweizer Trains aufzeigte - eingeladen und konnten uns so auf diesen Geschichtsträchtigen Ort auf dem Lutzisteig einstimmen. Das Briefing war eine ganz neue Erfahrung, denn erst stellten sich alle einmal vor, eine Super Sache - so wusste man, mit wem man das Wochenende verbringt und wer welche Erfahrung mitbringt und wie es sich der Veranstalter vorgestellt hat. Danach ging es gleich weiter, wir "stiefelten" wieder die 300m hoch, holten die Pferde, sattelten und machten uns bereit für einen ersten Testlauf. Dazu gehörte auch, dass wir die Kühe beim Nachbarsbauern, der diese freundlicherweise zur Verfügung stellte auch abholten. Da ich das noch nie gemacht habe, war das ein sehr eindrückliches Erlebnis und ein wunderbares Bild, wenn ca. 20 Kälber, von Pferden getrieben auf der Strasse auf Dich zukommen, bzw. Du sie vor Dir hertreiben darfst... Mitten in der Schweiz - ein kleiner Kuhtreck, einfach Super...
Zu unserer Überraschung war das Pen für den Anlass nur mit ca, 1.20m hohen Pannels abgegrenzt. Sprich - man musste wirklich sauber arbeiten und durfte an den Kühen nicht zuviel Druck aufbauen, sonst wären sie weg gewesen - also Arbeit im Schritt, max. Trab war angesagt. Dies war auch bewusst so von den Organisatoren gewählt worden, um die Teilnehmer dazu zu zwingen, wirklich ruhig an den Rindern zu arbeiten und somit der sportliche Ehrgeiz nicht überhand nehmen konnte.Zu meinem Erstaunen waren nicht alle gemeldeten Teams "Rindererprobt".
Für unser Team war es aber eine super Gelegenheit, wieder einmal ruhig an einer Kuh zu arbeiten, ohne das Hektik aufkommen konnte und daraus resultierende Korrekturen grösstenteils überflüssig waren. Im Anschluss trieben wir die Kälber wieder zum Bauern.
Als die Pferde versorgt waren - verwarfen Juan und ich alle Pläne zu zelten, es war schlichtweg zu Nass! So beschlossen wir dieses mal im Hänger zu übernachten und bereiteten alles vor (Ich erlaube mir vorzugreifen - es war bereits bequemer als in Biel - langsam aber sicher lernen wir dazu, das nächste mal wird es noch besser, wir sind an der Ausarbeitung der Voraussetzungen ;) ).
Nach diesem erreignisreichen Tag gesellten wir uns zu den anderen Country-Festival Gästen, und genossen die Super Konzerte bis in die Morgenstunden. Bevor wir allerdings unser Nachtlager aufsuchten gingen Juan und ich mit Taschenlampen bewaffnet, Wolkenverhangenem "fast"-Vollmond und leichtem Fieselregen nocheinmal nach den Pferden schauen. Alle Pferde standen ruhig in Ihren Bereichen und so konnten auch wir beruhigt die Nachtruhe antreten..
Endlich kommt mir das Joggingtraining der letzten Monate zugute, denn auch am anderen Morgen, lief ich zur Fütterung auf die Weide hoch (Juan hatte ein Taxi -danke Heiri), um im Anschluss - nach einigem Suchen - endlich einen Kaffe zu geniessen, das Wetter zeigte sich auch - abgesehen von einem frühmorgendlichen Guss - von seiner freundlicheren Seite, sodass sich der Tag trocken und je später der Tag vorrückte auch sonniger präsentierte.
Kurz vor elf, holten wir die Pferde und bauten die Weidepadocks ab um gegen 12h erneut die Kälber beim Bauern abzuholen. Den eff. Bewerb startete dann im Anschluss, nun waren die Rinder auch nummeriert. Unser Team wollte in erster Linie Spass haben und saubere Arbeit zeigen, was uns - auch aufgrund der Zuschauerreaktionen - scheinbar gelang...
Den ersten Durchlauf schafften wir locker in der vorgegebenen Zeit, den 2. verpatzten wir, weil wir das Kalb mit der Nr. 12 nicht fanden, bzw. die Nummer auf der uns zugewanten Rindseite sehr verwischt war - dank dem Publikum fanden wir das 3 Rind mit etwas Verspätung und waren somit leider über der Zeit. Das schöne an diesen Vorläufen war, dass alle Teams den Job vollständig erledigen durfte und nicht abbrechen musste, also auch ein Erfolgserlebnis für die Pferde, nur für die Wertung war der 2. Lauf natürlich nicht optimal.
Trotzdem reichte es uns in den Finallauf der besten 3 Teams - in dem erschwerend ein gelbes Fass, um das die Rinder getrieben werden mussten, hinzukam. Thomas und Andrea - beide bereits Teampenning erprobt - legten für uns aber gleich eine Strategie fest, sie sortierten die Rinder souverän aus, ich übernahm Sie bis zur Tonne, wo sie wiederum von ihnen in Empfang genommen wurden, um sie auf der anderen Seite wieder zu mir hochzutreiben. Gemeinsam brachten wir so die 3 Kälber in der Zeit in den Pen, es passte alles und da wir auch die einzigen waren, die die Tonne korrekt umrundet hatten, gewannen wir schlussendlich...
Es war genial - Juan und ich durften viele nette Leute kennen lernen und ich denke es war nicht der letzte Ausflug ins Graubünden, zumindest liegt nun ein Gutschein zu Hause für eine Übernachtung in San Jon/GR.
An dieser Stelle möchte ich den Veranstaltern - Namentlich Reto Rauch und Urs Heer - danken, für diesen gelungenen Anlass, uns hat es wirklich riesig Spass gemacht... Und auch ein Danke an Conny Pirovino und Juan für die super Foto's.














